Sie sind von Gewalt betroffen oder suchen Beratung für andere?
Hilfe finden Sie beim bundesweiten Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (116 016) und bei Anlaufstellen in ihrer Region.
Der Verein Frauenhauskoordinierung (FHK) setzt sich dafür ein, Gewalt gegen Frauen zu verhindern und die Hilfen für misshandelte Frauen und ihre Kinder zu verbessern.
FHK unterstützt Frauenhäuser und Fachberatungsstellen durch Informationen, Austausch und Vernetzung. Der Verein arbeitet eng mit Experten*innen aus Praxis, Politik, Verwaltung und Wissenschaft im In- und Ausland zusammen.
Die Angebote und Materialien von FHK richten sich vor allem an Mitarbeiter*innen in Frauenhäusern und Fachberatungsstellen, an Multiplikator*innen, Fachpersonen und alle am Thema Interessierten.

Der Fall Collien Fernandes bekommt zurecht aktuell viel Aufmerksamkeit - was ihr passiert ist, stellt leider keine Ausnahme dar. Unsere Erfahrung zeigt: Digitale Gewalt kommt in meisten Fälle von (Ex-)Partnerschaftsgewalt vor – neben körperlicher, finanzieller oder sexualisierter Gewalt.
Wenn Frauen mit ihren Kindern dann ins Frauenhaus fliehen, wird dieser sichere Ort durch digitale Gewalt zunehmend bedroht:
Täter nutzen GPS-Tracker, soziale Medien oder Zugriff auf gemeinsame Cloud-Konten, um Frauen weiterhin zu verfolgen, zu bedrohen und aufzuspüren. Dadurch steht auch die anonyme Adresse des Frauenhauses auf dem Spiel – und damit der Schutzraum selbst.
Was also tun? Einfach alle Handys und Geräte verbieten? Dabei haben die Frauen und ihre Kinder bereits so vieles zurücklassen müssen – Freund*innen, Familie, ihr gesamtes Leben. Gerade für Kinder sind in dieser traumatischen Situation die Lieblingsserie oder die WhatsApp-Nachricht der Oma keine Kleinigkeiten, sondern wichtige Anker.
Fachkräfte in Frauenhäusern brauchen deshalb spezialisiertes Wissen: Wie erkenne ich, ob ein Gerät geortet wird? Wie sichere ich ein Gerät? Wie begleite ich eine Frau kompetent durch digitale Bedrohung – ohne sie weiter zu isolieren?
Die Förderung für unser Projekt zu digitaler Gewalt läuft in 8 Wochen aus. Ohne weitere Unterstützung können wir bald keine neuen Fortbildungen zu digitaler Sicherheit mehr anbieten – in einer Zeit, in der der Bedarf größer ist denn je.
Mit Ihrer Spende sorgen Sie dafür, dass das nicht passiert. Sie ermöglichen Schulungen, die Mitarbeiter*innen in Frauenhäusern befähigen, digitale Gewalt zu erkennen, Geräte zu sichern und Frauen und Kinder wirklich zu schützen – auch wenn unser Projekt endet.
Denn Frauenhäuser müssen das bleiben, was sie sein müssen: Ein Ort, an dem Frauen und ihre Kinder sicher sind – offline wie online.
Juliane Fiegler (sie/she)
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mail: presse(at)frauenhauskoordinierung.de
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