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Stalking

Stalking bezeichnet das vorsätzliche und wiederholte Verfolgen, Nachstellen, Belästigen und Bedrohen einer Person, das beim Opfer Angst auslöst. Stalking reicht von Aufdringlichkeit bis zu dauerhaftem Psychoterror. Es kann körperliche oder sexuelle Übergriffe umfassen, sogar Tötungen kommen vor. Die Opfer werden psychisch oder körperlich bedroht, teilweise über einen langen Zeitraum hinweg. Typische Verhaltensweisen beim Stalking können sein:

  • ständige unerwünschte Kommunikation und Hinterlassen von Nachrichten (Briefe, E-Mails, Anrufe, SMS, Nachrichten über Instant-Messaging-Dienste, zu jeder Tages- und Nachtzeit),
  • dauerndes Beobachten und Verfolgen,
  • Überwachung und Auskundschaften von Tagesabläufen,
  • Ausfragen von dritten Personen und indirekte Kontaktaufnahme,
  • Diffamierung, Beschimpfungen oder Veröffentlichung von unerwünschten Inhalten,
  • Eindringen in Wohnräume,
  • Beschädigen, Beschmutzen oder Zerstören von Eigentum,
  • Gewaltandrohungen sowie
  • körperliche oder sexuelle Übergriffe.

Stalking ist in Deutschland gemäß Paragraf 238 Strafgesetzbuch strafbar.

Stalker oft aus dem näheren sozialen Umfeld

Die meisten Opfer von Stalking sind Frauen, die vorwiegend von Männern gestalkt werden. Stalker sind oft ehemalige Beziehungspartner, aber auch Bekannte, Nachbarn oder Arbeitskollegen, in seltenen Fällen auch Fremde.

Stalkern geht es um Macht und Kontrolle über ihr Opfer. Frauen, die durch ihre Partner misshandelt wurden, erfahren häufig in der Trennungsphase Stalking durch den Ex- Partner, der die Trennung nicht akzeptieren will. Gerade in diesen Fällen ist die Gefahr groß, dass die Gewalt eskaliert.


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Häusliche Gewalt

Schwerpunktthema: Stalking

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