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36. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenminister*innen (GFMK) in Dresden

Die 36. GFMK tagte am 18. und 19. Juni 2026 in Dresden. Themen waren Frauenarmut, digitale Gewalt und Gesundheitsversorgung.

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Am 18. und 19. Juni 2026 fand in Dresden die 36. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister (GFMK) statt. Den Vorsitz hatte in diesem Jahr Sachsen. Bei der GFMK kommen die für Gleichstellung und Frauenpolitik zuständigen Minister*innen sowie Senator*innen der 16 Bundesländer zusammen, um gemeinsame politische Positionen zu entwickeln und Beschlüsse zu fassen. Bundesfrauenministerin Karin Prien nahm als Gast an den Beratungen teil.

Frauenarmut als Leitthema

Im Mittelpunkt der 36. GFMK stand das Thema gleichwertige Teilhabe durch Ressourcengerechtigkeit und die Bekämpfung der Armut von Frauen. Die Konferenz verabschiedete einen Leitantrag, der strukturelle Ursachen von Frauenarmut adressiert und konkrete Prüfaufträge an die Bundesregierung richtet. 

Frauenhauskoordinierung e.V. (FHK) begrüßt, dass die GFMK den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Abhängigkeit und geschlechtsspezifischer Gewalt in den Blick nimmt, denn: Wer finanziell vom gewaltausübenden Partner abhängig ist, kann sich schwerer aus der Beziehung mit ihm lösen. Die finanzielle Eigenständigkeit von Frauen zu fördern, ist daher nicht nur eine gleichstellungspolitische, sondern auch eine gewaltschutzpolitische Maßnehme, die FHK seit langem fordert.

Ausbau von Beratungsstellen zu digitaler sexualisierter Gewalt

Neben dem Leitthema fasste die GFMK weitere Beschlüsse im Bereich Gewaltschutz. So sprachen sich die Ministerinnen und Minister dafür aus, den Schutz vor digitalisierter sexueller Gewalt zu stärken und entsprechende Beratungsangebote auszubauen. Außerdem sollen nationale Leitlinien für den Gesundheitsbereich zum Umgang mit geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt entwickelt werden – ein Bereich, in dem es bislang erhebliche Lücken gibt.

FHK begrüßt diese Schritte ausdrücklich: Gerade beim Thema digitale Gewalt ist Handlungsbedarf seit Langem klar. Frauen sind besonders häufig von digitaler Gewalt betroffen – und bestehende Schutzlücken im Straf- und Zivilrecht lassen Betroffene immer noch zu oft allein. 

FHK fordert, dass Schutzverfahren schneller, niedrigschwelliger und barriereärmer werden – und dass der Ausbau von Beratungsangeboten mit ausreichend Ressourcen, zum Beispiel mit einer Fachkraft für digitale Gewalt für jedes Frauenhaus, ausgestattet wird. 


Die vollständigen Beschlüsse der 36. GFMK werden in Kürze auf der Website der Gleichstellungsministerkonferenz veröffentlicht.


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