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Frauenhauskoordinierung e.V. (FHK) beim „Deutschen Präventionstag“

FHK war bei dem zweitägigen Konress in Hannover mit einem Vortrag zu digitaler (Ex-)Partnerschaftsgewalt sowie einem Informations-Stand vertreten.

Von links nach rechts: FHK-Vorstandsfrau Katharina van Elten, FHK-Referentin Juliane Kremberg und FHK-Geschäfsführerin Sibylle Schreiber

Frauenhauskoordinierung e.V. (FHK) war am 13. und 14. April 2026 beim 31. Deutschen Präventionstag in Hannover vertreten – einem der größten Fachkongresse für Gewalt- und Kriminalprävention in Europa. Der Präventionstag bringt Fachleute aus Wissenschaft, Politik, Justiz, Polizei, Sozialarbeit und Praxis zusammen, um aktuelle Herausforderungen, Schutzkonzepte und Präventionsansätze zu diskutieren. In diesem Jahr stand der Kongress unter dem Schwerpunktthema „Künstliche Intelligenz in der Prävention“.

FHK war mit einem Informationsstand vor Ort und nutzte die Gelegenheit, um mit dem Fachpublikum ins Gespräch zu kommen und Materialien vorzustellen. Außerdem brachte FHK-Geschäftsführerin Sibylle Schreiber in einem Speedvortrag die Perspektive auf digitale (Ex-)Partnerschaftsgewalt ein: Für viele Frauen und ihre Kinder endet Gewalt nicht mit der Flucht ins Frauenhaus. Denn Täter üben Gewalt zunehmend mithilfe digitaler Geräte und Medien aus, etwa durch digitale Ortung und Überwachung, bildbasierte Gewalt oder digitale Diffamierung. Diese Art der Gewalt wird oft auch nach einer räumlichen Trennung fortgesetzt. Gerade deshalb braucht es Fachwissen, klare Schutzkonzepte und praxisnahe Unterstützung für die Arbeit im Frauenhaus.

Im Vortrag stellte Sibylle Schreiber auch das im Herbst gelaunchte Fachkräfteportal „Sicher gegen digitale Gewalt“ sowie zentrale Erkenntnisse aus dem Abschlussbericht des Modellprojekts „IT-Beratung“ vor. Das Projekt zeigt, wie wichtig technische Expertise im Schutz vor digitaler Gewalt ist – und wie hilfreich konkrete Unterstützung für Frauenhausmitarbeitende in Verdachtsfällen digitaler Überwachung sein kann.

Der Deutsche Präventionstag gilt als wichtiges Forum für Austausch, Vernetzung und Impulse für die Praxis. Für FHK bot der Kongress die Möglichkeit, zentrale Anliegen des Frauengewaltschutzes sichtbar zu machen und mit verschiedenen Akteur*innen über notwendige Strukturanpassungen zu sprechen.

FHK dankt dem Team des Fachbereichs Frauen der AWO-Region Hannover, die an beiden Tagen bei der Standbetreuung und allen interessierten Fragen unterstützt haben! 


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