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Supermärkte und Apotheken informieren über Hilfsangebote bei Häuslicher Gewalt

Mehr als 26.000 Supermärkte überall in Deutschland machen derzeit im Rahmen der Kampagne #ZuhauseNichtSicher auf Hilfsangebote für gewaltbetroffene Frauen aufmerksam. Gemeinsam mit dem Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ starten nun auch rund 19.000 Apotheken eine Informationsoffensive.

Quelle: https://staerker-als-gewalt.de/initiative/poster-aktion-einzelhandel

Fast das gesamte Leben spielt sich in Zeiten der Corona-Pandemie in den eigenen vier Wänden ab. Für Menschen, die im eigenen Zuhause Gewalt erfahren, bedeuten Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen ein besonderes Risiko: Das Eskalationspotential steigt, während die Möglichkeiten zum Ausweichen sinken. Soziale Kontakte sind eingeschränkt, „Frühwarnsysteme“  wie Freund_innen, Nachbarschaft oder Kolleg_innen werden außer Kraft gesetzt und die Kontaktaufnahme zu Hilfsangeboten wird erheblich erschwert, wenn der Gewalttäter im Nebenzimmer sitzt. 

Unterstützung auf Kassenzetteln

Die Initiative „Stärker als Gewalt“ des BMFSFJ will Menschen deshalb an Orten erreichen, zu denen die Bevölkerung allen Einschränkungen zum Trotz weiterhin Zugang hat: in Deutschlands großen Einzelhandelsketten Aldi Nord und Aldi Süd, Edeka, Lidl, Netto Marken-Discount, Penny, Real und Rewe. Über 26.000 Filialen im ganzen Bundesgebiet informieren seit Ende April auf Plakaten im Kassenbereich, an Ein- und Ausgängen und auf Kassenzetteln über Hilfsangebote für Betroffene häuslicher Gewalt und über Möglichkeiten, diese zu unterstützen.

Zur Beteiligung an der Initiative stellt die Kampagne auf ihrer Homepage außerdem Plakate zum Download bereit.

Apotheken ziehen nach

Nun sind auch Apotheken in ganz Deutschland dazu aufgerufen, gewaltbetroffene Frauen und ihr Umfeld auf die Unterstützungsangebote des bundesweiten Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" hinzuweisen, das täglich rund um die Uhr kostenlose und anonyme Beratung in 17 Sprachen anbietet. 

„Die Apotheken bieten einen flächendeckenden, niedrigschwelligen Zugang zur Gesundheit – und übernehmen auch wichtige soziale Funktionen vor Ort. In Apothekenteams arbeiten überwiegend Frauen, damit sind die Apotheken ein sicheres Umfeld für von Gewalt betroffene Frauen. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, die Hilfsangebote bekannter zu machen“,

erklärt Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. (ABDA) in der Pressemitteilung des Hilfetelefons. Gemeinsam mit dem Hilfetelefon, bff und dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zeichnet die ABDA verantwortlich für die groß angelegte Informationsoffensive.