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Glossar

B
Behinderung

Behinderung entsteht aus der Wechselwirkung zwischen Menschen mit Beeinträchtigungen und einstellungs- und umweltbedingten Barrieren, die sie an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern.

Vgl. Präambel der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

C
Cisgender

Cisgender bezeichnet gegenüber Transgender und Transfrauen Menschen, deren Geschlechtsidentität mit dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht in Einklang steht bzw. noch nie hinterfragt wurde.

D
Diskriminierung

Strukturelle Diskriminierung sind scheinbar neutrale Regelungen oder Kriterien, die einzelne Personen oder soziale Gruppen benachteiligen.

Wenn Hilfe zum Beispiel ausschließlich an heterosexuellen Menschen ausgerichtet werden und keine lesbischen, bisexuellen, schwulen, trans- oder intergeschlechtlichen Menschen vorkommen, ist das ein Beispiel für strukturelle Ausschlüsse von LSBTI.

E
Ehebestandszeit

Die Ehebestandszeit ist die Zeit, die die eheliche Lebensgemeinschaft in Deutschland mindestens bestanden haben muss, bevor die Partner Anrecht auf einen eigenständigen Aufenthaltstitel erwerben. Die Abhängigkeit der Frauen zu ihrem_rer Partner_in ist dadurch besonders groß.

G
Gefährdung des Kindswohls

Erhebliche seelische oder körperliche Gefährdung eines Kindes oder Jugendlichen nach dem deutschen Familienrecht und der EU-Grundrechtscharta.

Geschlecht

Gesellschaftlich geprägte Rollen, Verhaltensweisen, Tätigkeiten und Merkmale, die eine bestimmte Gesellschaft als für Frauen und Männer angemessen ansieht.

Geschlechtsspezifische Gewalt

Definition des Europarats, 2011: Gewalt, die gegen eine Frau gerichtet ist, weil sie eine Frau ist, oder die Frauen unverhältnismäßig stark betrifft.

Gewaltschutzgesetz

Das Gewaltschutzgesetz (Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen, abgekürzt GewSchG) ist die Rechtsgrundlage für Schutzanordnungen des Zivilgerichts. Diese umfassen insbesondere Kontakt-, Näherungs- und Belästigungsverbote bei vorsätzlichen und widerrechtlichen Verletzungen von Körper, Gesundheit oder Freiheit einer Person einschließlich der Drohung mit solchen Verletzungen.

gewaltzentrierte Arbeit

"Täterarbeit ist keine Psychotherapie. Die Ausübung häuslicher Gewalt ist Ausdruck erlernter Denk-und Verhaltensweisen und in der Regel nicht auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen." Auszug aus Arbeit mit Tätern in Fällen häuslicher Gewalt: Standard der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt e.V.

S. 4 Grundhaltungen, https://www.bag-taeterarbeit.de/images/pdf/Standard_BAG-T%C3%A4HG_2016.pdf

I
Intergeschlechtlich

Als intergeschlechtlich bezeichnen sich Personen, die mit einem Körper geboren werden, der den typischen geschlechtlichen Standards und Normen von Mann und Frau nicht entspricht. Intergeschlechtlichkeit kann gleichzeitig eine Geschlechtsidentität sein (Selbstdefinition z.B. als Zwitter, Hermaphrodit oder Intergender). Intergeschlechtliche Menschen können sich auch als Männer, Frauen oder anders definieren.

K
Kindschaftsrecht

Kindschaftsrecht fasst die Regelungen zusammen, die das Kind und die Beziehungen zu seiner Familie betreffen, z. B. das Sorge- und Umgangsrecht, das Kindesunterhaltsrecht und das damit zusammenhängende Recht des gerichtlichen Verfahrens.

Die wesentlichen Vorschriften stehen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sowie zum gerichtlichen Verfahren vor allem im Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG).

M
Menschenhandel

Anwerbung, Beförderung, Verbringung, Beherbergung oder den Empfang von Personen durch die Androhung oder Anwendung von Gewalt oder anderen Formen der Nötigung, durch Entführung, Betrug, Täuschung, Missbrauch von Macht oder Ausnutzung besonderer Hilflosigkeit oder durch Gewährung oder Entgegennahme von Zahlungen oder Vorteilen zur Erlangung des Einverständnisses einer Person, die Gewalt über eine andere Person hat, zum Zweck der Ausbeutung. Ausbeutung umfasst mindestens die Ausnutzung der Prostitution anderer oder andere Formen sexueller Ausbeutung, Zwangsarbeit oder Zwangsdienstbarkeit, Sklaverei oder sklavereiähnliche Praktiken, Leibeigenschaft oder die Entnahme von Körperorganen.

Definition der Vereinten Nationen im Zusatzprotokoll zur Palermo-Konvention

Migrationshintergrund

Definition: "Eine Person hat dann einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren ist."

Die Definition umfasst im Einzelnen folgende Personen:

1. zugewanderte und nicht zugewanderte Ausländer;
2. zugewanderte und nicht zugewanderte Eingebürgerte;
3. (Spät-)Aussiedler;
4. mit deutscher Staatsangehörigkeit geborene Nachkommen der drei zuvor genannten Gruppen.

Statistisches Bundesamt: Fachserie 1, Reihe 2.2 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Bevölkerung mit Migrationshintergrund, Ergebnisse des Mikrozensus, Wiesbaden 2017.

S
Soroptimisten

Soroptimist International (SI) ist eine weltweite Service-Organisation berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement.

Sozialer Nahbereich

Ein geschützter Bereich, in dem jeder Mensch Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen erwartet.

T
Transfrauen

Transfrau ist eine Bezeichnung für Transgender der Richtung Mann-zu-Frau.

Transgeschlechtlich

Transgeschlechtliche Menschen oder Transgender können oder wollen nicht in dem Geschlecht leben, dem sie bei der Geburt zugeordnet wurden.

Transfrau ist eine Bezeichnung für Transgender der Richtung Mann-zu-Frau.

Cisgender bezeichnet demgegenüber Menschen, deren Geschlechtsidentität mit dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht in Einklang steht bzw. noch nie hinterfragt wurde.