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FHK-Fachinformation 02/2019: Rechtspopulismus und Antifeminismus

Rechtspopulistische Kräfte sind auf dem Vormarsch in die Mitte der Gesellschaft – das bekommen auch Frauenhäuser und andere Unterstützungseinrichtungen verstärkt zu spüren. FHK nimmt diese Entwicklung zum Anlass, um die enge Verbindung zwischen rechtspopulistischem und antifeministischem Gedankengut zu beleuchten und mögliche Formen des Umgangs aufzuzeigen.

Quelle: Unsplash.com

Mit den Wahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen manifestiert sich, was sich bereits über viele Jahre abgezeichnet hat: Rechtspopulistische Kräfte sind auf dem Vormarsch in die Mitte der Gesellschaft – und in unsere Parlamente, wie spätestens die Landtagswahlen 2019 eindrücklich demonstriert haben.

Für Frauenhäuser und das Hilfesystem gegen Gewalt an Frauen bedeutet das einen ständigen Spagat: Einerseits machen rechtspopulistische bzw. rechtsextreme Akteur_innen immer wieder durch reaktionäre und frauenfeindliche Positionen zu Geschlechterpolitik auf sich aufmerksam. Andererseits stehen frauenpolitische Einrichtungen zunehmend vor der Herausforderung, sich gegen Vereinnahmungsversuche von rechts zu behaupten. Mit Spendenangeboten, öffentlichen Statements oder entsprechenden Anfragen in Parlamenten versuchen die Gruppierungen, sich als Hüter_innen der Frauenrechte in Szene zu setzen.

Wie eng dabei rechtes Gedankengut und antifeministische Haltungen verzahnt sind, ist Thema der vorliegenden FHK-Fachinformation[1] 2019. In Beiträgen aus Fachpraxis, Politik und Wissenschaft beleuchten wir die unheilvolle Allianz zwischen sexistischen und rechtspopulistischen Positionen und möchten zugleich Wege aufzeigen, wie diesen in der Praxis begegnet werden kann. Unser Blick richtet sich dabei nicht allein auf die Entwicklungen in Deutschland, sondern auch auf die internationalen Netzwerke, mit denen rechte Kräfte frauenpolitische Errungenschaften angreifen und zu verhindern suchen.

Zu den Beitragenden der aktuellen Ausgabe zählen unter anderem

  • Judith Rahner, Amadeu Antonio Stiftung,
  • Michaela Marksová, tschechische Ministerin für Arbeit und Soziales a.D.,
  • Denise Bergold-Caldwell (Philipps-Universität Marburg) und Barbara Grubner (Universität Wien),
  • Michiyo Fried, DaMigra e.V. sowie die
  • Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus.

 


[1] Nach jahrelanger Publikation eines Newsletters hat FHK sich entschieden, die Veröffentlichung in „Fachinformation“ umzubenennen. Wir sind der Ansicht, dass der Begriff dem Veröffentlichungsturnus, vor allem aber dem inhaltlichen Konzept mit Schwerpunkt auf Fachbeiträgen und Informationen besser gerecht wird, und wünschen viel Freude bei der mithin ersten offiziellen Fachinformation der FHK.